Erdsonde

Erdwärmesonde
Bei einer Erdwärmesondenanlage wird ein Wärmeaustauschersystem in Tiefenbohrungen 30 m bis 300 m tief ins Erdreich eingebracht. Als Erdwärmesonden werden am häufigsten Doppel-U-Rohrsonden eingesetzt. Dieser Sondentyp besteht aus 4 PE-Rohren, 2 Vorlauf- und 2 Rücklaufleitungen. Die Rohre werden am unteren Ende mit dem Sondenfuß verschweißt. Am oberen Ende (Sondenkopf) sind sie über Hosenstücke mit jeweils einer Vor- und Rücklaufleitung zum Soleverteiler verbunden. Zusätzlich wird die Erdsonde nach dem Einführen mit einem flüssigen, gut Wärmeleitenden Füllstoff( z.B. Stüwatherm) verfüllt.
Auf Grund der komplexen geologisch und hydrogeologischen Zusammenhänge der Erdsondendimensionierung sowie der notwendigen speziellen technischen Vorrausetzungen , ist die Planung und Ausführung der Erdsondenanlage nur von einem erfahrenden Bohrunternehmen auszuführen. Die Erdsondenanlage ist unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien, Normen und Empfehlungen auszuführen. Als Dimensionierungsgrundlage wird die Kälteleistung der Wärmepumpe vorgeben mit der Maßgabe, das die untere Einsatzgrenze der Wärmepumpe nicht unterschritten wird.



 

Prinzip der Erdsonden
Eine Erdwärmesonde entzieht dem Boden Wärme. Der Erdboden hat das ganze Jahr über die gleiche Temperatur. Jahreszeitliche Schwankungen können bei Tiefen ab ca. 10 Meter nicht mehr wahrgenommen werden. Aus diesem Grund ist die vertikale Erdwärmesonde ein idealer Energielieferant für die Wärmepumpe, erreicht sie doch bei einer optimalen Anlageplanung immer einen hohen Wirkungsgrad, auch wenn die Außentemperatur tief ist. Gegenüber Luftwärmepumpen bedeutet dies einen signifikant geringeren Stromverbrauch. Dies hilft bei der rationellen Nutzung unserer Energieressourcen und leistet nebst der Luftreinhaltung einen weiteren Beitrag an der Umwelt. Der gleichmäßige Betrieb verlängert die Lebensdauer der Aggregate und setzt die Störanfälligkeit herab. Damit zählt dieses System zu den betriebssichersten Heizanlagen.
Die Erdwärmesonde selbst ist vor Verletzungen weitgehend geschützt, da einzig die Zuleitung zur Sonde dieselben Gefahren beinhalten, wie sie für ein Erdregister gelten. Doch zeigt die Praxis, dass es bedeutend einfacher ist, die Zuleitungsrohre in einem Graben ohne Verletzungen zu verlegen, als auf einem Grundstück ein Erdregister einzubringen (hohe Belastungen durch die Planie eines Traxes).
Aus diesen Gründen ist eine Erdwärmesondenanlage eine betriebskostengünstige und -sichere Wärmeerzeugungsanlage mit einer lagen Lebensdauer


Aufbau und Funktion
Die Erdwärmesonde besteht aus 2 U- förmigen Rohrschlaufen. In der Mitte der Rohrbündel wird ein Injektionsrohr angebracht, durch das nach dem Einbringen der Sonde eine Bentonit-Zementmischung hindurchgepresst wird. Diese Injektion füllt nun das Bohrloch von unten nach oben und fließt dabei zwischen den Sondenrohren hindurch in alle Ritzen und Spalten. Dies garantiert eine vollständige Verbindung der Erdwärmesonde mit dem umgebenden Erdreich, dichtet allfällige Wasserführende Schichten gegeneinander ab , garantiert einen definierten Wärmeschluss und schützt die EWS.